Gewitterheute

Radarfarben erklärt: Was bedeuten dBZ und mm/h?

Das Wetterradar misst, wie stark Regentropfen, Schnee und Hagel die Radarwellen zurückwerfen. Diese Reflektivität wird in dBZ angegeben. Je höher der Wert, desto kräftiger der Niederschlag.

FarbeRegen ungefährBedeutung
ab 8 dBZ0,1 mm/hsehr leichter Regen
ab 15 dBZ0,3 mm/hleichter Regen
ab 20 dBZ0,6 mm/hleichter Regen
ab 25 dBZ1,3 mm/hmäßiger Regen
ab 30 dBZ2,7 mm/hmäßiger Regen
ab 35 dBZ5,6 mm/hkräftiger Regen
ab 40 dBZ12 mm/hstarker Regen
ab 45 dBZ24 mm/hStarkregen, Gewitter wahrscheinlich
ab 50 dBZ49 mm/hStarkregen, Gewitter
ab 55 dBZ100 mm/hUnwetter, Hagel möglich
ab 60 dBZ205 mm/hHagel wahrscheinlich

Umrechnung nach Marshall und Palmer (Z = 200 · R1,6). Bei Hagel, Schnee und schmelzendem Schnee weicht die tatsächliche Regenmenge deutlich ab.

Woran erkenne ich ein Gewitter im Radar?

Gewitterzellen sind kleine, scharf begrenzte Flecken mit orangem, rotem oder violettem Kern ab etwa 45 dBZ. Sie entstehen oft innerhalb einer Stunde und ziehen mit 20 bis 60 km/h weiter. Großflächiger, gleichmäßiger blauer und grüner Regen gehört dagegen meist zu einer Front ohne Gewitter.

Warum zeigt das Radar manchmal Regen, obwohl es trocken ist?

Das Radar misst in der Höhe. Fällt Regen in trockene Luft, verdunstet er teilweise, bevor er den Boden erreicht. Einzelne Punkte können auch Störechos sein, etwa von Windrädern oder Vogelschwärmen.

Woher kommen die Daten?

Gewitter heute nutzt das europäische Radarkomposit von EUMETNET OPERA. Darin sind die Wetterradare von rund 20 europäischen Wetterdiensten zusammengefasst, darunter die von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Bild erscheint alle 5 Minuten mit etwa 1 km Auflösung und steht unter der Lizenz CC BY 4.0.

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